Die 18. CITES-Konferenz könnte die letzte Chance sein, die schrumpfende Nashornpopulation zu retten
Achttausend Nashörner sind im vergangenen Jahr dem illegalen Handel mit Nashorn-Horn zum Opfer gefallen. Dies ist nicht nur ein schwerer Schlag für die weltweite Nashornpopulation, sondern hat auch große Auswirkungen auf die Wirtschaft, da Milliarden für die Erhaltung und den Schutz der Tiere ausgegeben werden. Mit der 18. CITES-Konferenz, die immer näher rückt, hofft jeder, dass einige Antworten oder Lösungen zu diesem Thema gefunden werden können.
CITES (Convention on International Trade in Endangered Species) ist ein internationales Übereinkommen, das auf der ganzen Welt stattfindet. Diese Konvention konzentriert sich auf das Wohlergehen der Wirtschaft, der Tiere und der Pflanzenwelt der Welt und erstellt Pläne zur Bekämpfung der Bedrohungen, die die Wildnis gefährden. Hier werden Strategien gegen Wilderei, Abholzung, Schwarzmarkthandel und Einflüsse diskutiert.
Die CITES-Tagung findet vom 17. bis 28. August 2019 in Genf statt. Nachdem die Bombenanschläge zu Ostern in Sri Lanka die letzte Gelegenheit zunichte gemacht haben, könnte dies die letzte Chance sein, eine Lösung für das Problem zu finden. Das nächste SITES-Treffen findet 2022 statt, und so wie die Dinge jetzt laufen, könnte es einfach zu spät sein.
Berichte aus dem Lowveld
Bei einer kürzlich stattgefundenen Medientour zum South African Wildlife College waren die Emotionen hoch und jeder diskutierte über die Debatte über den Handel. Wie bei allen Tierpflegern, die sich in der Nähe von Tieren aufhalten, gab es viele unterschiedliche Emotionen, da der Besuch zur gleichen Zeit stattfand wie der so genannte "Wilderermond", eine Zeit, in der die Nashörner wegen des Vollmonds nachts viel besser sichtbar sind. Während eines Zeitraums von 24 Stunden wurde die Tour durch den Ansturm der Anti-Wilderer-Teams unterbrochen, wo eine Zusammenarbeit zwischen den Luft- und Bodeneinheiten zur Festnahme von drei Wilderern führte.
Die Anti-Wilderer-Teams sind viel besser organisiert und sie sind viel besser vorbereitet und ausgerüstet, um der Bedrohung durch die Wilderei zu begegnen. Was in den Nachrichten über die Zahl der gefangenen Wilderer und der getöteten Nashörner berichtet wird, ist nur zum Teil richtig. Der Grund, warum die Zahl der gewilderten Nashörner zurückgegangen ist, liegt darin, dass es einfach weniger Nashörner gibt, die gewildert werden können. Die Zahlen mögen gut aussehen, aber unter der Oberfläche ist die Geschichte viel düsterer und dunkler. Im Jahr 2010 gab es schätzungsweise 12.000 Nashörner im Krüger-Park, und die Zahl ist bis 2019 stark gesunken.
Eine hitzige Debatte
In Anbetracht der Spannungen und der bevorstehenden 18. CITES-Konferenz versucht jeder, Lösungen und Gründe zu finden, was einige Leute nicht hören wollen, da sie des endlosen Kampfes müde sind. Eine Strategie, die immer wieder zur Sprache kommt und viele Gemüter erhitzt hat, ist der Versuch, die Nachfrage nach Nashornhorn zu minimieren. Theoretisch wäre dies eine sehr gute Idee, aber es wird ein harter Kampf, da die meisten Verwendungen von Horn auf traditionellen und kulturellen Überzeugungen beruhen.
Eine andere Theorie, die in der Debatte immer wieder auftaucht, ist der Versuch, die Behauptungen über die medizinischen Anwendungen des Horns zu widerlegen und die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass die Verwendung des Horns in Wirklichkeit nur ein Trick ist. Leider ist die Medizintechnik im Westen nicht so weit fortgeschritten wie im Osten, und es wird schwierig sein, die Ergebnisse zu widerlegen.


